Schwere Zeiten – und dennoch viel erreicht

Beförderung zu Feuerwehrfrau, Melek Özmen (vord. Reih. 2. v.re.) und Feuerwehrmännern, Tom Gerlach (vord. Reih. 2. v. li.) und Pascal Klingner (vord. Reih. 1. v.li.)

Freiwillige Feuerwehr blickt aufs Dienstjahr 2025 und reüssiert trotz schwerer Zeiten mit Blick auf die finanzielle Unterstützung durch Bund und Land

Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr kamen am 27. Februar 2026 rund 50 Kameradinnen und Kameraden sowie geladene Gäste im Festsaal des Rathauses zusammen. Pünktlich um 18:30 Uhr eröffnete Ortswehrleiter Jörg Berthold die Veranstaltung und stellte die Tagesordnung vor. Neben den Rechenschaftsberichten standen Ehrungen, Beförderungen und eine abschließende Diskussionsrunde auf dem Programm.

Zu Beginn bat der Gemeindewehrleiter Stefan Holdermann die Anwesenden, in einer Schweigeminute der verstorbenen Mitglieder zu gedenken. In seinem anschließenden Rechenschaftsbericht blickte er auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurück: Insgesamt 61 Einsätze wurden durch die Wehr bewältigt. Das Spektrum reichte von Brandeinsätzen über technische Hilfeleistungen bis hin zu unterstützenden Maßnahmen für den Rettungsdienst. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 zählt die Feuerwehr 52 aktive Mitglieder in der Einsatzabteilung, darunter acht Frauen. Hinzu kommen 27 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr sowie 38 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung. Trotz stabiler Mitgliederzahlen seien die Rahmenbedingungen herausfordernd, betonte die Wehrleitung. Sinkende oder ausbleibende Fördermittel erschwerten notwendige Anschaffungen und Investitionen.

Positiv fiel der Bericht des Jugendwartes aus. Die Jugendfeuerwehr verzeichnet mit 27 Mitgliedern eine steigende Tendenz. Zu den Höhepunkten des Jahres 2025 zählte ein gemeinsames Erlebniswochenende, bei dem die Jugendlichen eigenständig Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen mussten – eine Aufgabe, die sie mit wachsendem Selbstvertrauen meisterten. Der gemeinsame Jahresabschluss im Dezember bildete einen gelungenen Ausklang. Der folgende Bericht des Kassenprüfers fiel traditionell knapp aus: Für das Jahr 2025 gab es keinerlei Beanstandungen.

Im Anschluss folgten Ehrungen und Beförderungen. Nach erfolgreich abgeschlossener Grundausbildung wurden Melek Özmen, Tom Gerlach, Oliver Hausmann und Pascal Klingner zur Feuerwehrfrau beziehungsweise zu Feuerwehrmännern befördert. Valentin Engelmann erhielt die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann. Für 40 Jahre treue Dienste wurde Maik Schneider geehrt. Auch Unterstützer der Feuerwehr wurden gewürdigt: Das Autohaus Heuter sowie der Autocross Masterverein aus Frohburg erhielten Dank und Anerkennung für ihr Engagement. In seinem Grußwort unterstrich der Bürgermeister die unverzichtbare Rolle der Freiwilligen Feuerwehr für die Gemeinde und lobte das hohe Maß an Einsatzbereitschaft. In der anschließenden Diskussionsrunde wurde insbesondere der Wunsch nach einem Mannschaftstransportwagen für die Jugendfeuerwehr geäußert, um die Transportmöglichkeiten zu verbessern.

Versammlungsleiter Stefan Holdermann schloss schließlich den offiziellen Teil der Veranstaltung, wünschte allen Anwesenden einen angenehmen Abend und lud zu einem gemeinsamen Imbiss mit belegten Brötchen und Soljanka ein.

St. Holdermann
Gemeindewehrleiter
Freiwillige Feuerwehr Kitzscher