Menschen, denen Kitzscher am Herzen liegt

Neues Konzept, zufriedene Gäste – Neujahrsempfang 2026

Durch den Bürgermeister wird aller zwei Jahre zum Neujahrsempfang in den Festsaal des Rathauses geladen. Ehrenamtlichen, Geschäftsführern, städtischen Mitarbeitern, Vereinsvorsitzenden, Förderern und Partnern der Stadt wird ein kleines Rahmenprogramm geboten, Bürgermeister Maik Schramm gibt mit einer Präsentation Einblicke in die Arbeit der Stadtverwaltung, zeigt die kulturellen Höhepunkte und wagt einen Blick in die Zukunft. Nach dem offiziellen Teil gibt es Zeit für Gespräche, die Möglichkeit zu Netzwerken, das Ganze in entspannter Atmosphäre bei einem Glas und Fingerfood.

2026 wurde das Konzept des Neujahrsempfangs entstaubt. Mit einer Kombination aus Stehtischen und Sitzplätzen sollte die Kommunikation, Dynamik der Veranstaltung und auch die Flexibilität gefördert werden. Beim Rahmenprogramm legten die Organisatoren das Augenmerk auf kurze Beiträge durch Kitzscheraner Talente aus der Musikschule des Landkreises Leipzig. Schon mal vorweg, alle Beteiligten können mit positiven Gefühlen auf die Veranstaltung zurückblicken. Kleinere Kritikpunkt, so wie sie immer bei neuen Ansätzen zu tage treten, können unproblematisch abgestellt werden.

Nachdem schon seit geraumer Zeit die Planungen für die Einrichtung des Saals und Bewirtung der Gäste vollzogen waren, standen am Abend des Neujahrsempfanges die Türen des warm beleuchteten Festsaales für den Eintritt der Gäste offen. Die Versorgung wurde von den Mitarbeitern des Rathauses abgesichert, Canapés und andere Häppchen wurden für nach dem Empfang erstmal kühl gelagert. Vorab meldeten sich mehr als 110 Gäste für die Veranstaltung an. Bürgermeister Maik Schramm eröffnete den Abend mit einem launigen Grußwort. Es wurde klar, dass ein unterhaltsamer Abend bevorstand. Er frohlockte, das Publikum mit einer trockenen, 90-minütigen Rede langweilen zu wollen. Nachdem er dieses Statement mit einem Schmunzeln richtig einordnete, wurde er dennoch kurz Ernst. „Ich möchte heute nicht in die Welt schauen, ich möchte auf uns schauen, was hier bei uns in Kitzscher geschaffen wird. Schauen Sie sich um, Sie werden heute und hier keine regionalen oder überregionalen Spitzenpolitiker unter uns finden, denn heute möchte ich den Abend mit Ihnen, ausschließlich mit Menschen, denen Kitzscher am Herzen liegt, verbringen.“, so der Bürgermeister. Er begrüßte nun Frida Schlegel, von der Musikschule Leipziger Land am Flügel. Frida rührte mit ihrem Vortrag, Sonatine C-Dur, 1. und 2. Satz, Allegro und Allegretto, das Publikum – Gänsehautpotential hatte das, was die junge Kitzscheranerin darbot. Applaus brandete auf, Zufriedenheit, Stolz und auch ein bisschen Erleichterung, waren Frida im Anschluss anzusehen.

Es folgte das Herzstück des Empfangs, die Präsentation des Bürgermeisters anlässlich des Neujahrsempfangs. In einer kurzen Einleitung philosophierte der Bürgermeister über die Entstehung unserer Stadt: „Bergbau gründete das heutige Kitzscher, welches sonst nie entstanden wäre.“ In der Präsentation stellte der Bürgermeister neben den Einrichtungen vor allem die Änderungen der Belegschaft in den letzten Jahren im Rathaus vor: „Aktuell bin ich noch in der Beobachterrolle, wie ordnen sich die Neuen ein, wie hat sich die Dynamik im Haus verändert. Damit bin ich zum jetzigen Stand zufrieden.“ Bei den Einrichtungen betonte er insbesondere die neue Besetzung im Offenen Kinder- und Jugendtreff mit Herrn Denis Wollmann. Er lobte dessen Arbeit und Kreativität, verwies gleichfalls auf seine Durchsetzungskraft: „Seien Sie unbesorgt, die Kinder „folschen“ bei Herrn Wollmann.“ Veranstaltungen wurden beleuchtet, aktuelle, abgeschlossene und kommende Bauvorhaben, wie die Erschließung des 2. Bauabschnitts im Wohngebiet Leipziger Straße. Kurz vor Schluss, dieser war bereits nach 50 Minuten erreicht, ließ der Bürgermeister die „Katze aus dem Sack“. Eine der letzten Folien zeigte unschwer zu erkennen die Ruine des Schlosses in Thierbach. An das Publikum gewandt, fragte er: „Ist es zu retten, NEIN. Wollen wir, dass wieder Leben in die Bude kommt, JA.“ Auf der nächsten Folie zeigte er die Planungen eines Architekturbüros, dessen Geschäftsführer der Bürgermeister über Zufälle kennen gelernt hatte und von dem Projekt überzeugen konnte. Mit der offiziellen amtlichen Bestätigung werden Sie über die Kanäle der Stadt informiert.

Es folgte der 2. kulturelle Teil. Sophie Lippold, Lehrerin an der Musikschule Landkreis Leipzig begleitete das ebenso große Talent, Johanna Donner, auf der Violine bei dem Stück „Banjo Tune“, komponiert von Anja Elsholz. Im Nachgang freuten sich die Veranstalter besonders über die besondere Qualität, mit welcher die beiden Nachwuchskünstlerinnen ihre Beiträge vortrugen. Ein besonderer Applaus galt beim Dank des Bürgermeisters beiden Musikerinnen und deren Lehrerin.

Wiederaufgenommen wurde der Programmteil „Dank dem Ehrenamt“. Damit sollten die einleitenden Worte des Bürgermeisters betont und die Wichtigkeit der Menschen, denen Kitzscher wirklich am Herzen liegt, unterstrichen werden. Neben dem Trainer des Grundschulteams Schach, Harald Schöne, welcher leider kurzfristig nicht anwesend sein konnte, wurde Familie Ziegenhagen aus dem Heimatverein für die Betreuung des Museums gedankt. In Vertretung der Damen des Frauenchores wurde deren Vorsitzende Kathrin Hiller auf die Bühne gerufen und für die Bemühungen rund um das 50. Vereinsjubiläum in 2025, unter anderem die Einweihung des Liederweges auf der Halde Trages, geehrt. Mit einem Sonderpreis ging in Vertretung seines Teams und der Eltern der Spieler für die Organisation der Umbau- und Sanierungsarbeiten am Parksportplatz ein Dank an Marcel Schlott.

Es war geschafft, der offizielle Teil Geschichte, die Jahre 2024 und 2025 Revue passé. Der Schirmherr wünschte den Anwesend nach 70 kurzweiligen Minuten einen schönen Abend. Zum Schluss: „Ich hätte nie gedacht, dies jemals aussprechen zu müssen, aber die Zeiten ändern sich. Denn heute möchte ich Ihnen neben einem gesunden neuen Jahr vor allem Frieden wünschen, guten Abend.“

Schumann
Öffentlichkeitsarbeit