Ein Spiel mit ernsten Problemen, das ist Kunst. (Kurt Schwitter)

Erste Ausstellung zeigt „Spielereien“ von Kristina und Jürgen Raiber

Die Freude auf die erste Ausstellung nach langer Pandemie-bedingter Schließung des Heimatmuseums war in allen Gesichtern der anwesenden Kunstliebhaber zu sehen. „Willkommen“, sagte der Vorsitzende des Heimatvereins Franz Waberzeck. „Ich bin wirklich sehr froh, dass wir nun die Türen unseres Museums öffnen können. Darüber hinaus sehen wir heute die Collagen und Kunstwerke der Familie Raiber, welche mich bereits beim ersten Bestaunen sehr neugierig gemacht haben.“, so Franz Waberzeck. Abschließend seiner einführenden Worte wünschte er viel Erfolg und eröffnete die Ausstellung.

Es gab viel zu verarbeiten. Das Künstlerehepaar, Kristina und Jürgen Raiber entschloss sich die Ohnmacht des Pandemie-Stilstandes in Collagen auszudrücken. Kurzerhand wurde der große Küchentisch zum kreativen Treffpunkt, der Grundstock der späteren Werke aus Zeitschriften, Tagespresse oder abgelaufenen Adventskalendern geschnitten. Es entstand ein großes Reservoir aus Zeitungsstücken und anderen Materialien, mit welchen Kunstwerke geschaffen wurden, die die mentalen, tagesaktuellen und weltpolitischen Herausforderungen der Pandemie zeigen. Jürgen Raiber, der genau wie seine Frau in Nordhausen, Thüringen, geborene Maler, Grafiker, Bildhauer und Absolvent des Meisterschülerstudiums bei Werner Tübke unterstützte seine Frau bei der Arbeit und ließ in seine wenigen Werke überwiegend eigene Grafiken und verschiedene Materialien einfließen. Neben den Collagen beider Künstler kennzeichnen die dreidimensionalen Plastiken des Künstlers, in welchen verschiedenste Materialien verbaut sind, die Ausstellung. „Die Versionen des Kaspers sind eine Reminiszenz des Künstlers an seine Kindheit im thüringischen Südharz.“, erklärte Kristina Raiber im Dialog mit dem Publikum.

Die Besucher der Ausstellung werden in der Präsentation die Beschilderung der Kunstwerke vermissen. „Wir möchten die Stücke gern für sich Sprechen lassen, es sollen dadurch eigene Assoziationen, eigene Namen der Besucher entstehen.

Die Ausstellung ist bis zum 5. September 2021 immer mittwochs und sonntags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr im Heimatmuseum Kitzscher zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Schumann
Öffentlichkeitsarbeit