Ein Fest für Jedermann

Das Festwochenende war ein voller Erfolg, nur die Enten ließen auf sich warten

Der Wettergott hatte es am Wochenende des Kitzscheraner Stadtfestes so richtig gut gemeint. Die sonnig warmen Tage und der blaue Himmel schaffte die Voraussetzung und lockte zahlreiche Bürgerinnen, Bürger sowie Gäste unserer Stadt auf das Festgelände am Rittergut. Das Fest für Jedermann war rundum gelungen.

Der Festplatz des Rittergutes begann sich schon im Laufe der Woche zu füllen. Verschiedenste Schaustellerbetriebe bauten ihre Maschinen und Essenswagen auf. Neben Langos und zahlreichen Süßigkeiten, befand sich dieses Jahr die altbekannte „Ossi-Waffel“ auf dem Festgelände. Dosenschießen, Greifautomat und Karussell haben das ganze Wochenende über für Action und Spaß gesorgt.
Locker ging es dann am Abend des 29.05.2026 auf dem Festplatz des Rittergutes los. Der „Abend der Jugend“ wurde von reichlich jungem Publikum aufgesucht. Erneut nutzte der Veranstalter, Tim Guschel und seine Crew „Hertzkammer“, die große Bühne auf dem Festplatz und zauberte ein spezielles „Open-Air“ Ambiente. Ab 18:00 Uhr füllte sich das Festgelände zusehends. Vorerst für die Fahr- und Spielgeschäfte. Anschließend wechselten sich die DJ´s Patrick W., Zybrixx, Marcapasos, Drei auf einem Pferd und Ostekke am Mischpult ab und unterhielten die partywütige Jugend mit elektronischen Beats. Aus der Menge war zu hören, dass sich die meisten Gäste auf den letzten Act des Abends sehnlichst freuten. Getanzt und gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden. Doch kaum kam der erste Abend zum Schluss, wurde der Festplatz bereits in der Nacht von den Rückständen der Partynacht befreit, um am Morgen schnörkellos für den nächsten Festtag vorbereitet zu sein.

Zufrieden blickten die Organisatoren auf den ersten Tag zurück. Viele Gäste, ein reibungsloses Zusammenarbeiten aller Beteiligten sowie Organisation und eine verlässliche Nachbereitung waren gegeben.

Punkt 14:00 Uhr am Samstag startete der zweite Tag. Die letzten Enten wurden auf dem Festplatz verkauft. Dass die Enten sich nach wie vor größter Beliebtheit erfreuen und sozusagen eines der absoluten Highlights des ganzen Wochenendes darstellen, ist den meisten Gästen bewusst. Demzufolge wurde die letzte der bis dato noch übrigen 250 Enten am Samstag bereits nach 30 min. verkauft. Neben dem Entenverkauf fand die große Schätzaufgabe des vollen Einkaufswagens dieses Jahr erneut ihren Platz. Für je 0,50 EUR konnte man beliebig viele Schätzungen abgeben, um sich später vielleicht sogar an dem vollen Einkaufswagen zu erfreuen. Das Programm auf der großen Festbühne eröffnete die Kita Wirbelwind. Musikalisch stimmten sie das Publikum ein, welches sich zahlreich auf dem Festplatz versammelt hatte. Alle Anwesenden sangen plötzlich mit und alle hatten „oben gute Laune, unten gute Laune…“. Im Anschluss stürmten die Kinder der Kita Kunterbunt die Plattform und führten einen kunterbunten Auftritt auf. Die Fans klatschten begeistert von vorderster Front. Bürgermeister Maik Schramm dankte dem Erziehern Xaver Apfelbeck und Claudia Illgen.

In den Pausen war Zeit um inne zu halten, einen Plausch zu führen, die kulinarischen Angebote vom Frauenchor, Heimatverein, den Kraftsportlern, vom FSV Kitzscher und der Feuerwehr zu genießen oder auch das Kinderfest innerhalb der historischen Stallmauern oder den Rummel zu besuchen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr bauten im Hintergrund während der Kaffeezeit das Zelt für den Gyrosverkauf auf. Nun war der Festplatz endgültig bereit. Immer mehr Gäste kamen durch den Park auf das Festgelände geströmt. Das Kinderfest lief neben dem Bühnenprogramm und wurde vom Offenen Kinder- und Jugendtreff, dem Heimatverein sowie den Kindereinrichtungen der Stadt organisiert. Eine Vielzahl von Vereinsmitgliedern, Erzieherinnen und Erzieher betreuten die verschiedenen Stände und ließen damit die Chance, Freunde und Bekannte zu treffen und lockere Gespräche zu führen.

Neben dem jährlichen Kinderschminken und der Hüpfburg konnten die Kinder auch Dosen werfen, Graffiti-Bilder sprayen oder später Knüppelkuchen backen und vernaschen. 17:00 Uhr betraten die Tänzerinnen und Tänzer der D&J DanceFormation die Bühne. Alle Tanzgruppen der Abteilung des TSV Kitzscher waren am Start. Die Moderatorin Katja Putzschke leitete durch das Programm. Mit rhythmischen Beats und akrobatischen Darstellungen brachte die D&J DanceFormation Schwung auf den Festplatz und lockerte die Stimmung auf. Bürgermeister Maik Schramm bedankte sich anschließend bei der Tanzgruppe und übergab der Chefin, Janice Raabe, einen Blumenstrauß.

Pünktlich stand folgend das 11. Kitzscheraner Entenrennen in den Startlöchern. Bauhofleiter Andreas Lettau fuhr vom Strohhut vor der Sonne geschützt den Radlader zu der Stelle, an welcher die 1.000 Enten bereits auf die Abholung warteten. Bürgermeister Maik Schramm und Stadtmitarbeiterin Susann Wollnitza begaben sich dazu und füllten Kiste für Kiste den Radlader. Eine Menschenmasse bildete sich um den Radlader. Schließlich hoffte jeder, den ersten Platz mit seiner Ente zu ergattern. Gefolgt vom Radlader lief der Bürgermeister samt Menschenmasse zur Eula-Brücke. Gespannt warteten die ersten Schaulustigen bereits. Nachdem die letzten Autos die Straße der Eula-Brücke passierten, bog der Radlader an das Geländer und wartete auf das „Go“ des Bürgermeisters. „Seid ihr bereit?“, Jubel ertönte, die Spannung stieg. Und nach „10, 9, 8, …“ kippte die Schaufel des Radladers um 17:58 Uhr. Alle Enten begaben sich auf das Wettrennen. Anfangs durch den Wind in die verkehrte Richtung getrieben, schwammen die gelben Gummienten dann doch gemächlich Richtung Zielgeraden.

Die bereits 11. Auflage des Spaßes hielt hochdotierte Preise für die ersten 61 Enten bereit. Nachdem die gelben Plastikenten zu Wasser gelassen waren, setzten sich einige Zuschauern in Bewegung und wanderte über die verschiedenen Wege zum Ziel unterhalb des Stadions. Die Fans des Wettbewerbs wurden standesgemäß mit Malle Hits von DJ Axel empfangen. Mit diesem Unterhaltungsprogramm vergeht die Zeit bis zum Eintreffen der Enten immer wie im Fluge.

Dieses Jahr war das Wasser der Eula flach, demzufolge sammelte sich das Publikum nach und nach an der Enten-Auffangstelle. Nach rund 50 Minuten erreichte die erste Ente das Ziel. Routiniert sammelten die städtischen Mitarbeiter Marcel Weißenberger und Marco Baaske die Siegerenten ein. Die nachfolgenden Plasteenten kamen unter Geleitschutz zweier Feuerwehrleute vollzählig an.


19:00 Uhr kam es dann zum Fassbieranstich auf dem Festplatz. Bürgermeister Schramm zielte, traf und brachte das Bier zum Laufen. Kaum war der erste Becher voll, gab es zahlreich durstende Kehlen, die nach dem Frischgezapften griffen.
Kurz nachdem das letzte Freibier gezapft, rief das Stadtoberhaupt die Zahl 117,74 aus. Das war der Wert der Schätzaufgabe. Steffie Vergin lag dabei am nächsten und konnte den gut gefüllten Einkaufswagen in Empfang nehmen. Immer weiter stieg die Spannung, nicht nur die Plätze der Biertischgarnituren waren voll besetzt. Die Kinder kamen von allen Seiten und reihten sich direkt vor dem Preistisch ein, auf dem die ersten zehn Preise der Siegerenten standen. Mit ihren Patenschaftsurkunden warteten sie gespannt bis Bürgermeister Maik Schramm unterstützt von zwei städtischen Mitarbeitern die Nummern der Siegerenten vorgelesen hatte. Von Platz 10 bis Platz 1 rief er die Nummern auf. Ein Großteil der Gewinner konnte den Preis in Empfang nehmen. Damit war das offizielle Bühnenprogramm beschlossen, der musikalische Haupt-Act „Empire“ stand 20:00 Uhr bereit und sorgte bis zum Ende des Tages für beste Unterhaltung. Im ersten Teil des Auftritts ging sich die Party ruhig an, steigerte sich aber von Hit zu Hit. Am Ende war die Tanzfläche ordentlich gefüllt und die Stimmung fantastisch. Chef-Organisatorin Ines Kleeberg konnte sich zufrieden und stolz zurücklehnen.

Schumann
Öffentlichkeitsarbeit